AMOS-Preis an Pfarrer Rainer Schmid

Am Sonntag hat der Ulm tätige Pfarrer, Herr Rainer Schmid, den renommierten AMOS-Preis für Zivilcourage in Kirche und Gesellschaft in Stuttgart erhalten.

In seiner Laudatio lobte der Journalist und Buchautor Dr. Franz Alt den Preisträger als engagierten Friedensaktivisten, der sich im Laufe seiner Tätigkeit nicht nur Freunde gemacht habe. Man solle Leute wie ihn ehren, die teilweise als „Störenfriede“ bezeichnet werden, aber ganz und gar nicht den Frieden stören würden. Ferner übermittelte Franz Alt explizite Grüße von Ex-Präsident Gorbatschow an den Preisträger.

In seiner Rede äußerte Pfarrer Schmid die Meinung: „Die Kirche sollte aus Glaubensgründen und aus Vernunftgründen ganz auf gewaltfreie Mittel setzen – und militärische Mittel ablehnen.“ Er forderte seine Zuhörer auf, für den Frieden aktiv zu werden, beispielsweise dadurch, dass sie die jeweils eigene Stadtverwaltung darum bitten, den „Städte-Appel für das UN-Atomwaffenverbot“ zu unterzeichnen.

 

Pfarrer Rainer Schmid (Jg. 1963, verh., 4 Kinder) engagiert sich gegen die Rüstungsindustrie und gegen Atomwaffen. Er kritisiert die Zusammenarbeit der Kirchen mit dem Militär, besonders die Militärkonzerte in Kirchen. Er fordert, dass die Seelsorge an Soldaten nicht mehr von der Bundeswehr organisiert und bezahlt werden soll, sondern von der Kirche. Zu diesen Themen hat Rainer Schmid mehrere Initiativen ins Leben gerufen. Wegen seines Engagements wurde er 2013 von Friedrichshafen nach Aalen versetzt, und 2017 von Aalen nach Ulm. Dort unterrichtet er nun an mehreren Schulen Religion. Er ist aktiv im Internationalen Versöhnungsbund und in der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen.

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Wir freuen uns über seine Auszeichnung und gratulieren ganz herzlich!